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wurden noch zwei weitere offene Leseraster, sdmB und sdmC, identifiziert. Die
komplette Sequenz findet sich in der Genbank unter der Zugangsnummer AJ575802.
5.4 Das Gen sdmA codiert für ein mögliches Corrinoid-Protein,
sdmB und sdmC für mögliche Methyltransferasen
Die relative chromosomale Anordnung der Gengruppe sdmABC ist schematisch in
Abb. 7 dargestellt. Durch einen Sequenzvergleich auf Aminosäureebene (Blastp,
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/BLAST/) wurden verwandte Proteine zu SdmA, SdmB
und SdmC gefunden. Das Protein SdmA zeigt, wie bereits erwähnt,
Sequenzidentitäten zu verschiedenen Corrinoid-Proteinen. Diese sind unter anderem
an der Demethylierung von Methylaminen in Methanosarcina beteiligt (Hippe et al.,
1979; Walther et al., 1981). Dort bilden sie mit Methyltransferasen Komplexe, die die
Methylgruppen der Substrate auf die Corrinoid-Proteine übertragen. Der Transfer der
Methylgruppe von den Corrinoid-Proteinen auf den Akzeptor Coenzym M wird dann
von einer anderen Methyltransferase katalysiert. (Burke & Krzycki, 1995; Burke &
Krzycki, 1997). In Abb. 8 ist ein Sequenzvergleich funktionell bekannter Corrinoid-
Proteine aus Methanosarcina barkeri und eines nicht näher charakterisierten aus
Methanosarcina acetivorans mit SdmA dargestellt. Das Protein MtbC aus M. barkeri
bzw. aus M. acetivorans hat eine Sequenzübereinstimmung von 45 %, die Proteine
MttC und MtmC von 38 % bzw. 35 % zu SdmA.
Außerdem weist die Aminosäuresequenz von SdmA ein Motiv mit der Sequenz
Asp
104
-X-His
106
-X-X-G
109
-X
n
-Ser
151
-X-Leu
153
-X
n
-Gy
182
-Gly
183
auf, das als Cobalamin-
Bindemotiv vorgeschlagen wurde (Marsh & Holloway, 1992). Das Motiv
Asp-X-His-X-X-Gly-X
41-42
-Thr/Ser-X-Leu-X
24-28
-Gly-Gly kommt in einer Reihe anderer
Corrinoid-abhängiger Enzyme, wie z.B. bei der Cobalamin-abhängigen Methionin-
Synthase MetH aus E. coli (Banerjee et al., 1989), der Methylmalonyl-CoA-Mutase
aus Propionibacterium shermanii (Marsh et al., 1989), der Glutamat-Mutase aus
Clostridium cochlearium (Zelder et al., 1994) und bei MtaC aus M. barkeri (Sauer &
Thauer, 1998) vor.
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