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4.3 Ergebnisse der heterologen Expression der Untereinheiten MtrA und MtrH
Mit sämtlichen hergestellten Vektorkonstrukten (siehe Tabelle 3.1) wurden
Expressionstest durchgeführt, um die Abhängigkeit der Löslichkeit des Proteins von
den Wachstumsbedingungen zu überprüfen sowie eine Maximierung der
Proteinausbeute zu erreichen. Es wurden sowohl verschiedene Medien (LB-, TB-
und M9-Minimalmedium), verschiedene Temperaturen (25-37 °C) als auch
unterschiedliche Konzentrationen zur Induktion (IPTG: 0,1-1 mM, AHT: 2-200 ng/mL)
getestet (siehe Abschnitt 3.3.4).
Tabelle 4.3 gibt eine Übersicht über die Ergebnisse der durchgeführten
Expressionsversuche zur Produktion der rekombinanten Untereinheiten MtrA und
MtrH in E. coli. Bei MtrA aus M. jannaschii war die lösliche Expression abhängig von
der Temperatur und der zur Induktion verwendeten IPTG-Konzentration. So wurde
vollständiges MtrA mit C-terminaler Transmembranhelix (MJMtrA1) in LB-Medium bei
37 °C Anzuchttemperatur löslich, des-[229-246]-MtrA (MJMtrA2) jedoch nur teilweise
löslich und des-[225-246]-MtrA (MJMtrA3) vollständig unlöslich produziert. Durch
eine Absenkung der Temperatur nach der Induktion und eine Verringerung der IPTG-
Konzentration wurden MJMtrA2 und MJMtrA3 jedoch ebenfalls löslich exprimiert.
MtrA aus M. kandleri konnte bei den in Tabelle 4.3 aufgeführten Bedingungen
zumindest teilweise als lösliches Protein in E. coli produziert werden.
MtrH wurde unabhängig vom Ursprungsorganismus, den
Wachstumsbedingungen oder dem verwendeten Induktionssystem (lac-Operon oder
tet-Repressor) immer unlöslich in Einschlusskörperchen exprimiert.
Bei der Co-Expression von MtrA3 und MtrH aus M. jannaschii zeigte sich
ebenfalls, dass diese immer als Einschlusskörperchen produziert wurden. Hier
konnte auch durch eine Änderung der Anzuchtbedingungen kein lösliches Protein
erzeugt werden.
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