ZUSAMMENFASSUNG
In dieser Arbeit sollte die Bindung von Tetrahydromethanopterinderivaten an zwei
Enzyme des methanogenen, CO
2
-reduzierenden Energiestoffwechselweges
strukturell charakterisiert werden. In jenem Stoffwechselweg verläuft die schrittweise
Reduktion von CO
2
über die Bindung an den C
1
-Carrier Tetrahydromethanopterin
(H
4
MPT), ein Tetrahydrofolat-Analogon, welches unter anderem in methanogenen
Archaeen zu finden ist. Die thermophilen bzw. hyperthermophilen Ursprungs-
organismen der untersuchten Enzyme, Methanothermobacter marburgensis,
Methanocaldococcus jannaschii und Methanopyrus kandleri, sind aufgrund ihrer
Anpassung an extreme Habitate durch spezielle genomische, strukturelle und
enzymatische Eigenschaften von strukturbiologischem Interesse.
Beim ersten in dieser Arbeit untersuchten Enzym handelte es sich um den aus
acht Untereinheiten bestehenden membrangebundenen N
5
-Methyl-
H
4
MPT:Coenzym M-Methyltransferasekomplex (MtrA-H). Dieser katalysiert in einem
zweistufigen Mechanismus den Methyltransfer von H
4
MPT zum Co(I) der
prosthetischen Gruppe 5’-Hydroxybenzimidazolylcobamid (Vitamin B
12a
), um die
Methylgruppe dann auf Coenzym M zu übertragen. Gleichzeitig findet ein der
Energiekonservierung dienender vektorieller Natriumtransport über die Membran
statt.
Für den Mtr-Komplex aus M. marburgensis (apparentes Molekulargewicht:
670 kDa) lag bereits ein Protokoll zur Reinigung unter anaeroben Bedingungen vor.
Dieses wurde im Rahmen dieser Arbeit verbessert, für die Isolierung und Reinigung
unter aeroben Bedingungen vereinfacht und für die Erfordernisse der zur
Strukturbestimmung verwendeten elektronenmikroskopischen Einzelpartikel-
messung, welche von Frau Dr. Dilem Hizlan (Max-Planck-Institut für Biophysik,
Frankfurt) durchgeführt wurde, optimiert. Neben der Präparation des kompletten
Komplexes MtrA-H wurde als alternative Strategie die Präparation des
Enzymkomplexes MtrA-G unter möglichst vollständiger Abtrennung der hydrophilsten
Untereinheit MtrH gewählt. Mit der zu diesem Zweck entwickelten Methode konnte
das Abdissoziieren von MtrH besser als im etablierten Protokoll kontrolliert und somit
die Homogenität der Probe deutlich verbessert werden. Dies schafft zum einen die
Vorraussetzungen für eine Kristallisation zur Röntgenstrukturanalyse, zum anderen
war auch in ersten Versuchen bei der elektronenmikroskopischen Einzelpartikel-
messung erkennbar, dass mit dem Mtr-Komplex ohne MtrH bessere Ergebnisse zu
erzielen sind.
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